EtherCAT SBOM: Wie Klemmen ohne IP-Adresse in die Geräteliste kommen
Häufige Fragen
Weil EtherCAT-Teilnehmer keinen IP-Stack und keine eigene Adresse im Netz haben; sie verarbeiten die Rahmen des Masters im Durchlauf. Von außen sichtbar ist nur der Master, meist ein Industrie-PC. Die Identität der Klemmen (Vendor ID, Product Code, Revision, Seriennummer) liegt im SII-EEPROM und im CoE-Objekt 0x1018 und ist nur über den Master lesbar, per TwinCAT-Scan, ADS-Route, CODESYS-EtherCATStack oder Open-Source-Master.
Vier Werte: Vendor ID (von der ETG vergeben, öffentlich auflösbar), Product Code (herstellerintern), Revision (32 Bit, herstellerspezifisch in Hardware und Firmware geteilt) und Seriennummer (oft nur Datumscode oder Null). Geräte mit CoE-Mailbox führen zusätzlich Name, Hardware- und Softwareversion als Strings (0x1008–0x100A). Die Bestellbezeichnung wie EL1008 steht in der ESI-Datei.
Nein, EEPROM-Lesen und SDO-Upload von 0x1018 sind lesende Standardvorgänge, die TwinCAT online ständig ausführt. Riskant sind Schreibzugriffe auf das EEPROM und Zustandswechsel der Teilnehmer, die den Ring stören können. Ein Inventarwerkzeug nutzt deshalb ausschließlich die Lesedienste des Masters und sendet keine eigenen Rahmen auf dem EtherCAT-Segment.
