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    Phoenix Contact SBOM: PLCnext, Axioline-Module und IO-Link in die Geräteliste bekommen

    Kurz gefasst · Stand: Oktober 2026

    Eine Phoenix-Anlage besteht aus PLCnext Control (AXC F 1152/2152/3152) oder klassischen ILC/RFC-Steuerungen mit Axioline-F-Modulen am lokalen Bus, Axioline-Buskopplern an PROFINET, IO-Link-Mastern (IOL MA8) mit Sensoren, FL-SWITCH-Switches und FL-MGUARD-Routern. Vom Wartungs-PC aus liefert der PROFINET-Scan über I&M0 die siebenstellige Artikelnummer, Seriennummer und Firmware der Steuerung, der Koppler, Master und Switches; die Axioline-Module hinter einem PROFINET-Koppler erscheinen als Submodule je Slot mit eigenem I&M0. Module am lokalen Bus einer PLCnext Control und IO-Link-Sensoren hinter dem Master liefert erst die Steuerung oder der Master (PLCnext Engineer, Web-Based Management, IO-Link-JSON). Phoenix meldet als CSAF über CERT@VDE: 113 Dokumente, 9 neu in 2026, 90 mit Artikelnummer als model_numbers. SBOMs hat Phoenix angekündigt, einen Downloadort gibt es nicht; für die Anlage brauchen Sie sie nicht.

    Was an einer PLCnext-Steuerung hängt und was davon im Netz sichtbar ist

    Die Steuerung ist eine PLCnext Control oder eine ILC/RFC, mit Axioline-F-Modulen direkt am lokalen Bus. Weitere Axioline-Stationen hängen über Buskoppler (AXL F BK PN) an PROFINET, IO-Link-Sensoren über Master (IOL MA8 PN), dazu FL SWITCH, FL MGUARD und TC ROUTER im Netz. Phoenix Contact ist die PROFINET-freundlichste Welt dieser Reihe: Fast alles mit eigener IP ist PI-zertifiziert und liefert I&M0.

    • Über IP vom Wartungs-PC sichtbar: PLCnext Control, Buskoppler, IO-Link-Master und PROFINET-Switches per DCP und I&M0 (OrderID = Artikelnummer, Seriennummer, Hardware- und Firmwarestand); FL SWITCH und FL MGUARD per SNMP (sysObjectID unter IANA 4346); PLCnext zusätzlich per OPC UA.
    • Als Submodule des Kopfes sichtbar: Axioline-F-Module hinter einem PROFINET-Buskoppler. Der Koppler meldet sie je Slot und Subslot, und jedes Modul mit Firmware trägt dort einen eigenen I&M0-Datensatz mit Artikelnummer.
    • Nur über die Steuerung oder den Master: Axioline-Module am lokalen Bus einer PLCnext Control und IO-Link-Sensoren hinter einem Master. Ihre Artikelnummer und Firmware zeigt das Web-Based Management der Steuerung, PLCnext Engineer online oder die IO-Link-Schnittstelle des Masters.

    Wie Axioline-Module und IO-Link-Geräte in die Liste kommen: I&M0 je Slot, PLCnext Engineer, IO-Link-Master

    Hinter einem PROFINET-Koppler genügt der Scan: I&M0 je Slot liefert die Module mit Artikelnummer und Firmware. Am lokalen Bus einer PLCnext Control zeigen Web-Based Management und PLCnext Engineer online die Modulliste; IO-Link-Geräte liefert der Master als PROFINET-Submodule oder über seine JSON-Schnittstelle mit Vendor-ID, Device-ID und Produktname. Vom Netz aus kommen dazu:

    • PLCnext Engineer (PLCnext Control) beziehungsweise PC Worx / Automation Worx (klassische ILC/RFC): Hardwarekonfiguration mit Artikelnummer je Modul.
    • PROFINET-DCP und I&M0: PLCnext Control, Axioline-F-Koppler, IO-Link-Master IOL MA8 PN und FL-SWITCH-Geräte mit PROFINET-Profil liefern OrderID (= Artikelnummer), Seriennummer, Hardware- und Firmwarestand. Das ist der stabilste Weg bei Phoenix Contact.
    • SNMP auf PLCnext, FL SWITCH und FL MGUARD (sysObjectID unter IANA-Nummer 4346), OPC UA auf PLCnext Control. Hintergrund im Beitrag zum Netzwerkscan.

    Wie Phoenix Contact meldet und worüber der Abgleich läuft

    Die PSIRT-Seite führt ein Archiv mit VDE-IDs und einen PGP-Schlüssel; ein eigener Provider unter phoenixcontact.com existiert nicht (.well-known/csaf antwortet mit 403). Der CERT@VDE-Provider liefert ROLIE-Feed, index.txt und changes.csv. Im BSI-Aggregator ist Phoenix Contact nicht gelistet, obwohl der Provider die Spiegelung erlaubt.

    Messwert (07.10.2026)Ergebnis
    CSAF-Advisories gesamt113 (2017–2026)
    davon 2026 neu9
    2026 veröffentlicht oder aktualisiert10
    Neue Dokumente 2022 / 2023 / 2024 / 202515 / 16 / 10 / 13
    Jüngste DokumenteVDE-2026-027 IOL MA8 (16.09.), VDE-2025-056 PLCnext-Firmware (12.08.), VDE-2026-050 PLCnext-Apps (27.05.)
    Dokumente mit CPE / PURL / model_numbers6 / 0 / 90

    Beispiel VDE-2026-027: „IOL MA8 PN DI8“ mit model_numbers: ["1072838"]. Beispiel VDE-2025-056: „AXC F 2152“ mit 1151412, dazu Hardware-CPE cpe:2.3:h:phoenix_contact:axc_f_1152 und die Beziehung „Firmware <2026.0.3 installed on AXC F 2152“. 86 der 113 Dokumente tragen einen Aktualisierungsstempel aus 2025, ein Archiv-Nachzug in einem Schub.

    90 von 113 Dokumenten tragen model_numbers, nur sechs eine CPE. Der verlässliche Schlüssel ist die Artikelnummer, wie sie auch auf dem Typenschild und im I&M0-Datensatz steht, kombiniert mit dem Firmwarebereich (>=1.0.0 | <1.7.4). Eine Besonderheit: Phoenix schreibt die PLCnext-Firmware seit 2024 als Jahresversion („2026.0.3“); ältere Geräte laufen mit „2023.0 LTS“. Die Geräteliste muss beide Schreibweisen vergleichen können.

    Wer seine Geräteliste aus der EPLAN-Stückliste zieht, hat die Artikelnummer, aber nicht den Firmwarestand. Wer nur scannt, hat beides, aber nicht die Zuordnung zur Teilanlage. Beides zusammen ist der Normalfall, beschrieben im Beitrag zur SBOM-Erstellung im Anlagenbau.

    SBOMs hat Phoenix Contact „on our website“ angekündigt, einen Downloadort haben wir nicht gefunden; für die Anlage brauchen Sie sie nicht.

    Was das für Anlagen mit Phoenix-Komponenten heißt

    • Artikelnummer und Firmware je PLCnext-Steuerung, Koppler, Switch, Router und IO-Link-Master erfassen, per I&M0 direkt aus dem Netz.
    • FL MGUARD und TC ROUTER als Netzwerk- und Sicherheitskomponenten nicht vergessen: 2026 gab es für beide Advisories, und sie fehlen in vielen Steuerungsprojekten.

    Die Artikelnummer steht in der EPLAN-Stückliste, der Firmwarestand nur am Gerät, und Router, Switches und IO-Link-Master fehlen in den meisten Steuerungsprojekten. In Werkspilot Scan ist Phoenix Contact Stufe 1: Der Lauf vom Wartungs-PC erfasst Steuerung, Koppler, Switches, Router und die Axioline-Module hinter PROFINET-Kopplern über I&M0 und SNMP; IO-Link-Sensoren hinter dem Master folgen in Stufe 3. Die dritte Stufe erproben wir derzeit mit Entwicklungspartnern an deren Anlagen.

    Alle 13 Hersteller im Vergleich: SBOM je Hersteller →

    Werkspilot Scan an Ihrer eigenen Anlage erproben.

    Wir erproben die Erfassung mit wenigen Anlagenbauern an deren Test- oder Referenzanlagen, vier Monate lang, Stufe für Stufe um ihre Steuerungen erweitert. Der Partner bekommt eine Anlage seiner Wahl als Anlagen-SBOM: jedes erreichbare Gerät mit Hersteller, Bestellnummer und Firmwarestand, offene Positionen einzeln ausgewiesen.

    Entwicklungspartnerschaft anfragen →

    Werkspilot führt diese Geräte je Anlage und meldet, wenn ein Advisory eines davon trifft. Die Zahlen in diesem Beitrag sind eigene Messungen vom 07.10.2026; die Hersteller ändern Feeds und Seiten ohne Ankündigung.

    Häufige Fragen

    Die Axioline-F-Module am lokalen Bus der Steuerung und die IO-Link-Sensoren hinter einem IO-Link-Master. Beide haben keine Netzidentität; ihre Artikelnummer und Firmware zeigt das Web-Based Management der PLCnext Control, PLCnext Engineer online oder die IO-Link-Schnittstelle des Masters. Axioline-Module hinter einem PROFINET-Buskoppler sieht der Scan dagegen, weil der Koppler sie als Submodule mit eigenem I&M0 meldet.

    Gemeinsam mit anderen Herstellern bei CERT@VDE. Der CSAF-Provider liegt unter phoenixcontact.csaf-tp.certvde.com mit ROLIE-Feed, index.txt und changes.csv; die PSIRT-Seite von Phoenix Contact führt ein Archiv mit VDE-IDs. Am 07.10.2026 enthielt der Provider 113 Advisories, neun davon neu in 2026, das jüngste zum IO-Link-Master IOL MA8 vom 16.09.2026.

    Über die siebenstellige Artikelnummer als model_numbers, zum Beispiel 1151412 für den AXC F 2152 oder 1072838 für den IOL MA8 PN DI8, kombiniert mit einem Firmwarebereich. 90 von 113 Dokumenten tragen model_numbers, nur sechs eine Hardware-CPE, keines ein PURL. Der Abgleich muss deshalb Artikelnummer und Firmwarestand der Geräteliste gegen den Produktbaum prüfen.