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    Schneider Electric SBOM: Modicon-Rack, X80-Module und Antriebe in die Geräteliste bekommen

    Kurz gefasst · Stand: Oktober 2026

    Eine Schneider-Anlage besteht aus Modicon M580 oder M340 mit X80-Modulen im Rack, M241/M251/M262 mit TM3-Erweiterungen am lokalen Bus, Altivar- und Lexium-Antrieben, Harmony-HMIs und Ethernet-Modulen. Vom Wartungs-PC aus antworten CPU, Ethernet-Module (BMENOC) und Antriebe über Modbus FC43, EtherNet/IP Identity Object oder OPC UA; die Module im Rack und am lokalen Bus sieht nur die Steuerung. In die Geräteliste kommen sie über die Web-Diagnose der CPU oder online aus Control Expert beziehungsweise Machine Expert, mit Referenz (BMEP58xxxx) und Firmware. Für den Abgleich braucht es zusätzlich die Control-Expert-Version, denn Schneider bindet die Korrektur oft daran. Schneider meldet als CSAF im eigenen Provider: 291 Dokumente, 30 neu in 2026, ohne ROLIE-Feed, hinter einer Bot-Sperre, ohne CPE. SBOMs gibt es für jedes Produkt, aber nur unter NDA; für die Anlage brauchen Sie sie nicht.

    Was an einer Modicon-Steuerung hängt und was davon im Netz sichtbar ist

    Bei M580 und M340 sitzen CPU, Ethernet-Module und X80-I/O-Module in einem Rack mit Ethernet- beziehungsweise X-Bus-Backplane; bei M241, M251 und M262 hängen TM3-Erweiterungsmodule am lokalen Bus der Steuerung. Dazu kommen Altivar-Frequenzumrichter und Lexium-Servos über Modbus TCP oder EtherNet/IP, Harmony-Panels und ConneXium-Switches.

    • Über IP vom Wartungs-PC sichtbar: CPU und BMENOC-Module über Modbus FC43 „Read Device Identification“ (Produktcode, Firmware), M241/M262 und EIP-Adapter über das EtherNet/IP Identity Object, M262/M580 über OPC UA, Antriebe über Modbus oder CIP, Switches über SNMP.
    • Nur über die Steuerung: X80-Module im M580-/M340-Rack und TM3-Module am lokalen Bus. Ihre Referenz und Firmware zeigt die Web-Diagnose der CPU und der Online-Modus von Control Expert oder Machine Expert.
    • Nur aus dem Engineering: die Control-Expert- oder Machine-Expert-Version, die über die Korrektur entscheidet, und die Zuordnung zur Teilanlage.

    Wie Rack- und Erweiterungsmodule in die Liste kommen: CPU-Diagnose, Control Expert, Modbus FC43

    Der eingebettete Webserver der M580-CPU zeigt die Rack-Konfiguration mit Referenz und Firmware je Modul; derselbe Baum steht online in Control Expert. Für M241/M262 liefert Machine Expert die TM3-Liste. Vom Netz aus erreichbar bleiben die Geräte mit eigener Adresse:

    • EcoStruxure Control Expert (M580, M340) beziehungsweise Machine Expert (M241, M251, M262): Hardwarekonfiguration mit Referenz je Modul (BMEP58xxxx), dazu die Control-Expert-Version, die in den Advisories als Korrekturstand genannt wird.
    • Modbus FC43 „Read Device Identification“: M580 und BMENOC-Module liefern Herstellername, Produktcode und Firmware-Revision auf Anfrage über TCP 502, dokumentiert in Schneider-FAQ FA406524. Ohne Discovery, je IP-Adresse.
    • EtherNet/IP Identity Object auf M241/M262 und EIP-Adaptern, OPC UA auf M262/M580, SNMP auf Ethernet-Modulen. Welches Verfahren wo greift, steht im Beitrag zum Netzwerkscan.

    Wie Schneider Electric meldet und worüber der Abgleich läuft

    Das PSIRT heißt bei Schneider Electric CPCERT. Advisories erscheinen auf der Seite Security Notifications als PDF und als CSAF-JSON. Der Provider (provider-metadata.json) ist als Trusted Provider im CSAF-Lister des BSI eingetragen, aber als directory-Verteilung ohne ROLIE-Feed und mit mirror_on_CSAF_aggregators: false. Praktische Folge: index.txt und changes.csv lieferten bei unserem Abruf per curl HTTP 403 (Akamai „Access Denied“); die Dateien waren nur über einen anderen Abrufweg erreichbar. Wer den Feed automatisiert beobachten will, muss das einplanen.

    Messwert (07.10.2026)Ergebnis
    CSAF-Dokumente gesamt291
    davon 2026 neu30
    2026 veröffentlicht oder aktualisiert45 (30 neu + 15 Re-Releases)
    Neue Dokumente 2023 / 2024 / 202540 / 35 / 42
    Letzte Änderung08.09.2026 (monatliche Schübe)
    ROLIE-Feedkeiner – nur Verzeichnis

    2026 waren unter anderem Modicon M580 (SEVD-2026-251-04), Modicon M340 und Altivar Process betroffen; mehrere ältere Modicon-Advisories wurden am 08.09.2026 in neuer Version ausgespielt.

    In den drei geprüften Dokumenten aus 2026 kommen weder CPE noch PURL vor. Das M580-Advisory SEVD-2026-251-04 enthält überhaupt keinen product_identification_helper: Der Produktbaum nennt „Modicon M580“ und „Modicon M580 Safety“ mit Firmware-Zweigen, die Korrektur wird über „EcoStruxure Control Expert V15.2 or later“ beschrieben. Das Easergy-MiCOM-Dokument nutzt model_numbers, das EcoStruxure-IT-Dokument nur Namen mit Versionen.

    Für die Geräteliste heißt das: Produktfamilie, Firmwarestand und die Engineering-Version müssen gemeinsam gepflegt werden. Eine Zeile „Modicon M580, FW 4.20“ ohne Control-Expert-Stand lässt sich gegen das September-Advisory nicht abschließend bewerten.

    SBOMs erstellt Schneider seit 2021 für jedes Produkt, gibt sie aber nur unter NDA über ein Portal heraus; für die Anlage brauchen Sie sie nicht.

    Was das für Anlagen mit Schneider-Komponenten heißt

    • Modicon-Typ, Firmware und Control-Expert-/Machine-Expert-Version je Steuerung führen; letztere entscheidet über die Korrektur.
    • Antriebe (Altivar, Lexium) und HMIs (Harmony/Magelis) sind eigene Advisory-Ziele, mit eigener Firmware in der Liste.

    Drei Angaben je Steuerung, drei Netzverfahren je nach Baureihe, ein Rack, das nur die CPU kennt, und ein Feed, der automatisierte Abrufe sperrt. In Werkspilot Scan ist Schneider Stufe 2: Der Lauf vom Wartungs-PC erfasst CPU, Ethernet-Module und Antriebe über Modbus FC43, ListIdentity und OPC UA und führt Referenz und Firmware je Gerät; die Rack-Liste kommt aus der CPU-Diagnose dazu. Wir erproben diese Stufe derzeit mit Entwicklungspartnern an deren Anlagen.

    Alle 13 Hersteller im Vergleich: SBOM je Hersteller →

    Werkspilot Scan an Ihrer eigenen Anlage erproben.

    Wir erproben die Erfassung mit wenigen Anlagenbauern an deren Test- oder Referenzanlagen, vier Monate lang, Stufe für Stufe um ihre Steuerungen erweitert. Der Partner bekommt eine Anlage seiner Wahl als Anlagen-SBOM: jedes erreichbare Gerät mit Hersteller, Bestellnummer und Firmwarestand, offene Positionen einzeln ausgewiesen.

    Entwicklungspartnerschaft anfragen →

    Werkspilot führt diese Geräte je Anlage und meldet, wenn ein Advisory eines davon trifft. Die Zahlen in diesem Beitrag sind eigene Messungen vom 07.10.2026; die Hersteller ändern Feeds und Seiten ohne Ankündigung.

    Häufige Fragen

    Die X80-Module im Rack einer M580 oder M340 und die TM3-Erweiterungsmodule am lokalen Bus einer M241, M251 oder M262. Sie haben keine eigene IP-Adresse. Sichtbar sind CPU, BMENOC-Ethernet-Module, Antriebe und HMIs mit eigener Adresse über Modbus FC43, EtherNet/IP oder OPC UA. Die Modulliste mit Referenz und Firmware liefert die Web-Diagnose der CPU oder der Online-Modus von Control Expert und Machine Expert.

    Der Provider unter se.com/.well-known/csaf/ ist eine reine Verzeichnis-Verteilung ohne ROLIE-Feed und steht hinter einer Bot-Sperre: index.txt und changes.csv antworteten bei unserem Abruf per curl mit 403 „Access Denied“, die provider-metadata.json dagegen mit 200. Ein automatisierter Abruf braucht deshalb einen Abrufweg, der nicht als Bot erkannt wird (Stand 07.10.2026).

    Über Produktfamilie und Versionsbereich, teils ohne jeden strukturierten Identifier: Das M580-Advisory SEVD-2026-251-04 enthält weder CPE noch PURL noch model_numbers; die Korrektur ist an die Control-Expert-Version gebunden. Andere Dokumente nutzen model_numbers (Easergy MiCOM) oder nur Namen mit Versionen. Die Geräteliste muss deshalb Produktfamilie, Firmware und Engineering-Version zusammen führen.