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    Festo SBOM: CPX-Steuerung, AP-Module und IO-Link in die Geräteliste bekommen

    Kurz gefasst · Stand: Oktober 2026

    Eine Festo-Anlage besteht aus CPX-E-Steuerungen (CODESYS-Laufzeit, EtherCAT-Master, PROFINET-Device), CPX-AP-I-Mastern mit AP-Modulen am AP-Bus, Ventilinseln (VTSA, MPA, VTUG) mit Busknoten und CPX-Modulen, CMMT-Antrieben und IO-Link-Geräten hinter AP-IO-Link-Mastern. Vom Wartungs-PC aus liefern Steuerung, Busknoten, AP-Master und Antriebe per PROFINET-I&M0 oder EtherNet/IP ListIdentity Bestellcode, Seriennummer und Firmware; die Module hinter einem PROFINET-Busknoten erscheinen als Submodule je Slot. AP-Module am AP-Bus, EtherCAT-Teilnehmer einer CPX-E und IO-Link-Sensoren sieht erst der Master: die Weboberfläche des AP-Masters, die Automation Suite oder die IO-Link-Schnittstelle. Festo identifiziert über Teilenummer (567347) und Bestellcode (CPX-CEC-C1) und meldet als CSAF über CERT@VDE: 18 Advisories, eines neu in 2026 mit 126 CODESYS-CVEs. SBOMs erstellt Festo für einige Produkte, ohne sie bereitzustellen; für die Anlage brauchen Sie sie nicht.

    Was an einer CPX-Steuerung hängt und was davon im Netz sichtbar ist

    Die Steuerung ist eine CPX-E-CEC mit CODESYS-Laufzeit, zugleich EtherCAT-Master und PROFINET- oder EtherNet/IP-Device. Daran hängen CPX-E-Module am lokalen Bus, EtherCAT-Teilnehmer (CMMT-AS-Antriebe, CPX-AP-I-EC-Master mit AP-Modulen), Ventilinseln mit Busknoten (CPX-FB36 PROFINET, CPX-FB38 EtherNet/IP) und ihren CPX-Modulen sowie IO-Link-Geräte an CPX-AP-I-4IOL-Mastern.

    • Über IP vom Wartungs-PC sichtbar: CPX-E-CEC, CPX-Busknoten, CPX-AP-I-PN/EP-Master und CMMT-Antriebe in PROFINET- oder EtherNet/IP-Varianten per I&M0 oder ListIdentity (Bestellcode, Seriennummer, Firmware); CPX-E zusätzlich per OPC UA.
    • Als Submodule des Kopfes sichtbar: CPX-Module hinter einem PROFINET-Busknoten und AP-Module hinter einem CPX-AP-I-PN-Master. Der Kopf meldet sie je Slot, mit I&M0 je Modul, soweit es Firmware trägt.
    • Nur über den Master: EtherCAT-Teilnehmer der CPX-E (CMMT-EC, AP-I-EC) und IO-Link-Geräte hinter AP-IO-Link-Mastern. Ihre Identität liefert die Automation Suite, die Weboberfläche des AP-Masters oder die IO-Link-Schnittstelle mit Vendor-ID, Device-ID und Produktname.

    Wie AP-Module, Ventilinseln und IO-Link-Geräte in die Liste kommen: I&M0 je Slot, AP-Master, Automation Suite

    Hinter PROFINET-Köpfen reicht der Scan: I&M0 je Slot liefert die Module. Für EtherCAT-Teilnehmer und IO-Link-Geräte zeigt die Festo Automation Suite online die Konfiguration mit Typ, Bestellcode, Firmware und CODESYS-Version; die Weboberfläche des AP-Masters listet seine Module und IO-Link-Ports. Vom Netz aus kommen dazu:

    • Festo Automation Suite (CODESYS-V3-Plug-in): Projekt mit Steuerungs- und Modultypen, Teilenummer und der CODESYS-Version der Laufzeit.
    • PROFINET-I&M0 und EtherNet/IP Identity: CPX-E-CEC, CPX-AP-I-Busanschaltungen und CMMT-AS-Antriebe antworten je nach Variante per DCP/I&M0 oder ListIdentity mit Bestellcode, Seriennummer und Firmware.
    • EtherCAT: CPX-E ist EtherCAT-Master; AP-Module und CMMT-Antriebe in EtherCAT-Varianten sind nur über ihn sichtbar. IO-Link-Geräte hinter CPX-AP-Mastern liefert der Master über seine Schnittstelle. Hintergrund im Beitrag zum Netzwerkscan.
    • OPC UA auf CPX-E-CEC (Client und Server) für Steuerungstyp und Softwarestand.

    Wie Festo meldet und worüber der Abgleich läuft

    Festo verweist auf der PSIRT-Seite für alle Advisories auf die „partner platform CERT@VDE“; unter festo.com gibt es keinen Provider, im BSI-Aggregator keinen Eintrag. Der CERT@VDE-Provider bietet ROLIE-Feed, index.txt und changes.csv.

    Messwert (07.10.2026)Ergebnis
    CSAF-Advisories gesamt18 (2021–2026)
    davon 2026 neu / aktualisiert1 (FSA-202601, Automation Suite, 126 CVEs) / 1 (FSA-202302 FactoryViews)
    Neue Dokumente 2022 / 2023 / 2024 / 20257 / 5 / 4 / 0
    CISA-OT-Feed: Einträge mit Festo / mit 2026-Aktivität15 / 3
    Dokumente mit CPE / PURL1 (nur Software) / 0

    FSA-202601 zeigt das Muster vieler CODESYS-basierter Steuerungen: Eine Schwachstellenwelle im Laufzeitsystem trifft den Hersteller als Integrator von CODESYS und den Anlagenbauer als dessen Kunden, der die CODESYS-Version seiner CPX-Steuerung kennen muss.

    Festo liefert beide Schlüssel: die achtstellige Teilenummer, wie sie in der Bestellung und im ERP steht, und den sprechenden Bestellcode, wie er auf dem Gerät steht, zusätzlich als URIs Festo:Partnumber:… und Festo:Ordercode:…. Eine Geräteliste, die nur einen der beiden führt, kann trotzdem abgleichen; eine, die nur den Produktnamen hat, nicht. Mehr zu diesem Muster im Beitrag zur SBOM-Erstellung.

    Das Software-Advisory FSA-202601 muss gegen die Software-Inventur der Engineering-PCs laufen (Automation Suite, FactoryViews), nicht gegen die Geräteliste, außerdem gegen die CODESYS-Version der Steuerungen, die in der Liste stehen sollte.

    SBOMs erstellt Festo laut CRA-Seite für einige Produkte, eine Übergabe an Kunden ist nicht beschrieben; für die Anlage brauchen Sie sie nicht.

    Was das für Anlagen mit Festo-Komponenten heißt

    • Teilenummer oder Bestellcode und Firmware je CPX-Steuerung, AP-Modul, Ventilinsel mit Busknoten und CMMT-Antrieb erfassen.
    • Die CODESYS-Version der Laufzeit je Steuerung führen; CODESYS-Wellen treffen Festo, WAGO und andere gleichzeitig.
    • Automation Suite und FactoryViews in die Software-Inventur der PCs aufnehmen.

    Eine CODESYS-Welle trifft Festo, WAGO und andere gleichzeitig, und ob Ihre CPX-E betroffen ist, entscheidet die Laufzeitversion, die in keiner Stückliste steht. In Werkspilot Scan ist Festo Stufe 1 für Steuerungen, Busknoten, PROFINET-Master und ihre Submodule über I&M0 und ListIdentity, und Stufe 3 für EtherCAT-Teilnehmer und IO-Link-Geräte über Steuerung und AP-Master. Wir erproben die dritte Stufe derzeit mit Entwicklungspartnern an deren Anlagen.

    Alle 13 Hersteller im Vergleich: SBOM je Hersteller →

    Werkspilot Scan an Ihrer eigenen Anlage erproben.

    Wir erproben die Erfassung mit wenigen Anlagenbauern an deren Test- oder Referenzanlagen, vier Monate lang, Stufe für Stufe um ihre Steuerungen erweitert. Der Partner bekommt eine Anlage seiner Wahl als Anlagen-SBOM: jedes erreichbare Gerät mit Hersteller, Bestellnummer und Firmwarestand, offene Positionen einzeln ausgewiesen.

    Entwicklungspartnerschaft anfragen →

    Werkspilot führt diese Geräte je Anlage und meldet, wenn ein Advisory eines davon trifft. Die Zahlen in diesem Beitrag sind eigene Messungen vom 07.10.2026; die Hersteller ändern Feeds und Seiten ohne Ankündigung.

    Häufige Fragen

    Die EtherCAT-Teilnehmer einer CPX-E (CMMT-EC-Antriebe, CPX-AP-I-EC-Master mit Modulen) und die IO-Link-Geräte hinter AP-IO-Link-Mastern. Sie haben keine Netzidentität; ihre Liste liefert die Automation Suite oder die Weboberfläche des Masters. Module hinter einem PROFINET-Busknoten oder AP-I-PN-Master sieht der Scan dagegen als Submodule mit I&M0 je Slot.

    Über CERT@VDE: Der CSAF-Provider liegt unter festo.csaf-tp.certvde.com mit ROLIE-Feed, index.txt und changes.csv; die Festo-PSIRT-Seite verweist für den Download dorthin. Am 07.10.2026 enthielt er 18 Advisories (FSA-202101 bis FSA-202601); das jüngste behandelt 126 CODESYS-Schwachstellen in der Festo Automation Suite.

    Doppelt: über die Teilenummer als skus (zum Beispiel 567347) und über den Bestellcode als model_numbers (zum Beispiel CPX-CEC-C1), zusätzlich als URIs Festo:Partnumber und Festo:Ordercode, jeweils mit Firmwarebereich. CPE kommt nur im Software-Advisory zur Automation Suite vor, PURL gar nicht. Der Abgleich kann über jeden der beiden Schlüssel laufen.